Oberammergau liegt überragt von seinem Hausberg, dem Kofel, im wunderschönen Tal der Ammer. Oberammergau ist bekannt durch die Passionsspiele, die alle 10 Jahre abgehalten werden, die einzigartige Holzschnitzkunst und die Lüftlmalerei. Die Oberammergauer Schnitzkunst wurde schon im Jahre 1111 erwähnt. Die Wallfahrt nach Ettal begünstigte das Schnitzen religiöser Motive. Im 18. Jahrhundert wurden die kleinen Meisterwerke durch Kraxenträger, die als Hausierer unterwegs waren, nahezu in ganz Europa bekannt. Oberammergauer fertigten eine nicht unbedeutende Zahl an Kirchenaltären in den USA. Die kleinen Heiligenfiguren sind ein beliebtes und wertvolles Souvenir.
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Die Lüftlmalerei an den Häusern in Oberammergau zeugt von der Geschicklichkeit der Maler. Die durch eine Freskotechnik aufgebrachten Bilder zeigen Szenen aus der bayerischen Geschichte oder den Beruf des Hauseigentümers. Besonders in Oberammergau findet man auch oft religiöse Darstellungen. Die Schleierfälle in den Ammergauer Alpen sind nicht nur eine Naturschönheit. Ihnen wird seit Jahrhunderten eine belebende und trotzdem beruhigende Wirkung auf Menschen nachgesagt. Im Bereich der Kolbensesselbahn finden Sie in Oberammergau während des Sommers herrliche Wanderwege für die ganze Familie. |
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"Der Krieg ernährt den Krieg" das Motto des Heerführers der katholischen Liga Wallenstein, bedeutet für die Bevölkerung in Bayern und auch für die Oberammergauer große Not. Die zahlreichen Söldnerheere des Dreißigährigen Krieges müssen von den gebeutelten Bauern und Handwerkern versorgt und bezahlt werden. Dazu kommt noch die Pest. Der schwarze Tod zieht über das Land und fordert seine Opfer. Krieg und Pest dezimieren die damalige Bevölkerung um ein Drittel. Die Oberammergauer bleiben davon nicht verschont. Als letzten Ausweg geloben sie; wenn die Pest keine weiteren Opfer fordert, werden alle 10 Jahre Spiele aufgeführt, die das "Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus" zeigen. Von da an soll Oberammergau von der Pest verschont geblieben sein.
Die ersten Spiele wurden 1634 mit 70 Darstellern auf dem Friedhof neben der Kirche aufgeführt.
1830 wird die Bühne vom Friedhof nordwestlich des Dorfes verlegt. Erste Zeitungsberichte machen die Passionsspiele bekannt und so erreichen die Besucherzahlen 1880 die 100.000 Marke. Während der letzten Passionsspiele im Jahre 2000 spielten 2000 Oberammergauerinnen und Oberammergauer vor 520.000 Besuchern aus aller Welt.
Das Passionstheater in Oberammergau mit 4720 Plätzen gibt ganzjährig Theateraufführungen und Konzerte. Bei unseren Touren kann eine Führung durch das Passionstheater mit aufgenommen werden.
Die Passionsspiele 2010 werden nach 376 jähriger Geschichte zwischen dem 15.05. und 03.10.2010 an insgesamt 102 Spieltagen aufgeführt. Während den Spielen wird die Aufführung erstmalig zweigeteilt. Der erste Teil ist am Nachmittag nach einer Pause wird die ca. fünfstündige Aufführung in den Abendstunden fortgesetzt.